
Léon liegt im Norden von Managua, 83 km entfernt, und war bis 1855 die Hauptstadt von Nicaragua. Léon hat 180.000 Einwohner, liegt auf 110 Meter Meereshöhe und hat die älteste Universität Lateinamerikas. Der Nicaraguanische Nationaldichter Ruben Dario starb 1916 in Léon und liegt in der Kathedrale am Zentralpark zu Füßen der Zwölf Apostel begraben. Das Wohnhaus des Dichters liegt in der Calle Central und ist ein Museum in dem persönliche Gegenstände des Dichters, wie sein Bett, handschriftliche Manuskripte, seine Bibel sowie Photos und Porträts.
Der Hauptplatz mit dem Parque Central und der barocken Kathedrale, erbaut 1747, ist der Mittelpunkt der Stadt, umrandet von schönen Cafes und sehenswerten Kolonialhäusern. Politisch war Leon immer die liberale Stadt, im Gegensatz zu Granada, in Leon formierte sich der Widerstand gegen den Diktator Somoza. An einigen Häusern kann man noch Einschüsse sehen, die auf den Bürgerkrieg hinweisen, der 1979 mit dem Sieg der FSLN endete.
Léon hat viele Kirchen und eine schöne kolonialzeitliche Architektur, hervorstechend sind die Häuser mit ihren roten Dachziegeln, schmiedeeisernen Balkonen sowie die schönen holzgeschnitzten Fensterläden. Die älteste Kirche von Léon ist die Kirche San Juan Bautista und wurde 1530 erbaut. Die Fassade ist prächtig und der Altar gehört zu den schönsten in Nicaragua.
In Léon sollte man wegen der großen Hitze mit einer der schönen Pferdekutschen unterwegs sein, auf dem Mercado Central oder dem San Juan Markt kann man schöne Ledersachen kaufen, denn Léon ist bekannt für die Lederherstellung. Das Museum Casa de Cultura ist ein altes Kolonialhaus. Hier wird Kunsthandwerk ausgestellt, es gibt ein Schwimmbad und man kann hier Essen.