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Masaya – Zentrum für Kultur und Handwerk

Auf halbem Weg von Managua nach Granada kommen Sie nach 30 km zu der hübschen kleinen Stadt Masaya. Masaya hat 120.000 Einwohner und findet bei allen Touristen Interesse wegen seiner Kolonialarchitektur, dem großen Markt für einheimische Handwerkskunst sowie dem gleichnamigen Vulkan, der von einem Naturschutzpark umgeben ist.  Es ist sehr empfehlenswert, sich Zeit für den Besuch des Vulkans zu nehmen, das Grummeln und Rauschen, verbunden mit schwefeligen Dämpfen die aus dem Vulkan entweichen, sind ein unvergeßliches Erlebnis. Masaya ist die Metropole Nicaraguas für Kunsthandwerk. Hier können Sie in jedem Laden oder im Markt günstig einkaufen: Hängematten mit Ihrem Namen eingestickt, Holzschnitzereien, Tongefäße, geflochtene Wandmatten mit Motiven Nicaraguas, z. B. dem Nationalvogel Tucan, und schönen bunten Krimskrams für die daheim gebliebenen. Und alles zu äußerst günstigen Preisen! Masaya verfügt über zwei traditionelle Märkte. Der eine ist für die Touristen, und der andere für die Einheimischen. Ein Bummel über die Märkte dürfen Sie sich nicht entgehen lassen! Einmal wöchentlich, und zwar am Donnerstag, spielen um 17 Uhr auf dem Mercado de Artesanias Musiker zu dem Ballett Tänzer und Tänzerinnen in ihren prachtvollen Kostümen auftreten.


»Parque Nacional Volcan Masaya«

Auf dem Weg von Managua nach Masaya, der Carretera Masay bei Kilometer 23, sehen Sie linker Hand den Vulkan Masaya rauchen.  Der Besuch des Nationalparkes »Parque Nacional Volcan Masaya« und der Blick in den rauchenden Krater ist ein Erlebnis, an das Sie sich noch lange erinnern werden. Umrundet ist er von 20 km Wanderwegen, im Krater selbst nisten grüne Papageien, denen die giftigen Gase scheinbar nicht anhaben, die ständig aus dem Krater entweichen. Die unheimlichen Geräusche aus dem Krater, gemischt mit dem Zwitschern der Kratervögel und dem Schwefelgeruch sind einmalig. Der Vulkan ist 180 Meter tief und hat einen Durchmesser von 500 Metern. Ein Besuch des Vulkan Museums beim Eingang gibt interessante Aufschlüsse über die Entstehung des Vulkans im Jahre 4500 v.C.


»Laguna de Apoyo«

Auf dem weiteren Weg nach Granada werfen Sie noch einen Blick auf die Laguna de Apoyo - ein wunderbar blauer Kratersee in einem erloschenen Vulkan. Am Ufer des Sees befinden sich schöne Häuser. Vor kurzem hat ein Deutscher Wissenschaftler in der Lagune von Apoyo die Entstehung des dort lebenden Buntbarsches untersucht. Dabei kam er auf die erstaunliche Entdeckung, daß sich verschiedene Arten auch innerhalb eines geschlossenen biologischen Systems entwickeln können. Bisher war man davon ausgegangen, daß unterschiedliche Arten nur durch Kontakt zu anderen Spezies entstehen können.

Oberhalb der Lagune ist der schöne Ort Catarina, 8 km von Masaya entfernt. Hier, am “ Mirador de Catarina“, empfängt Sie eine frische Briese Wind und Ihr Blick kann weit schweifen, hinunter zum großen Granada See und der Stadt Granada, zum Vulkan Mombacho, der mit seinem herrlichen Bewuchs und den schönen Spazierwegen am Kraterrand immer ein Ausflug wert ist.  Der 1344 Meter hohe Mombacho ist ein Naturschutzgebiet auf den man nur mit einem Geländewagen fahren kann. In den schönen Restaurants in Catarina, mit Blick über die Lagune von Apoyo können Sie gut essen und den einheimischen Musikern zuhören. Für Rundritte werden unterhalb der Restaurants Pferde angeboten. Auf dem Markt von Catarina wird Handwerkskunst angeboten.

 

München, den 26. Februar 2009
Dr. Danica Krunic und Dr. Horst Engler-Hamm