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Ortega, Chavez und Morales - Die neuen Hoffnungsträger Lateinamerikas

Ganze 15 Jahre hat es gedauert bis Daniel Ortega Saavedra am Ziel angelangt war und in seiner zweiten Amtszeit als Präsident Nicaraguas vereidigt wurde. Die Wahlen am 5. November 2006 hatten Daniel Ortega mit großer Mehrheit ins Präsidialamt gebracht. Alle Voraussagen der Meinungsforschungsinstitute hatten sich damit bestätigt.


Abschied der scheidenden Regierungsmitglieder

Für die scheidenden Regierungsmitglieder hieß es nun Abschied zu nehmen. So empfing am 9. Januar 2007 der bisherige Außenminister Norman Caldera Cardenal mit seiner Frau Nora Mayorga de Caldera die Botschafter der in Nicaragua vertretenen Staaten sowie andere repräsentative Vertreter des Staates zu einem Abschiedsempfang. Unter den zahlreichen Gästen waren auch der deutsche Botschafter Gregor Köbel und der amerikanische Botschafter Paul Trivelli. In seiner Rede betrachtete der Caldera Cardenal noch einmal die Stationen der Entwicklung der letzten 5 Jahre. Die Abschiedsfeier, welche von großartigem Tanz und Musik, sowie einem grandiosen Buffet begleitet war, konnte sich nicht einer gewissen Melancholie des Abschiednehmens entziehen, denn es waren die letzten Stunden, die der Außenminister an seinem Amtssitz verbrachte.

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Vereidigung des neuen Staatspräsidenten

Foto: Jairo Cajina / Consejo de Comunicación y Ciudadanía

 

Vor einer breiten Öffentlichkeit fand am 10. Januar 2007 auf dem Platz des Generals Omar Torijos, dessen Sohn auch unter den anwesenden Staatspräsidenten war, die offizielle Amtsübergabe und Vereidigung von Daniel Ortega Saavedra, seinen Ministern und den Repräsentanten des Staates statt.

An der Zeremonie nahmen alle Staatspräsidenten der benachbarten Länder, der spanische Thronfolger Prinz Felipe de Borbón y Grecia sowie der Venezolanische und Bolivianische Staatschef teil. 

Unter Böllerschüssen unterschrieb Ortega die ersten Staatsdekrete, Tanzgruppen in farbigen, bunten Kostümen begeisterten die ca. 1000 anwesenden Gäste und 600 Journalisten.  In einer kurze Rede forderte Ortega die Anwesenden auf, nun zum Plaza San Fe zu kommen, um mit dem Volk zu feiern. Denn die ihm umgelegte Schärpe gehöre dem Volk. 


Gemeinsame Feierlichkeiten: Staatspräsidenten und das nicaraguanische Volk

Am Plaza San Fe warteten seit Stunden über 500.000 Menschen und feierten beim Eintreffen von Ortega, Chavez (Venezuela) und Morales (Bolivien) diese überschwenglich. Wenn man weiß, daß Nicaragua 5 Millionen Einwohner hat, haben 10% Der Bevölkerung an den Feiern teilgenommen, und das, trotz eines strengen Alkoholverbotes, das 2 Tage Gültigkeit hatte. In Deutschland würde dies, zum Vergleich, einer Beteiligung von 8 Millionen Menschen gleichkommen.

In den teilweise sehr emotionalen Reden wurde die Einigkeit der Lateinamerikanischen und Karibischen Länder beschworen. Nur dadurch sahen die 3 Präsidenten (Chavez, Morales, Ortega) die Möglichkeit, ihre Völker aus der großen Armut zu befreien und gegenüber dem reichen Norden ihre Würde zu bewahren.

Unter großen Beifallstürmen gab Ortega die Losung aus: »No se venden, no se rinden!« Übersetzt heißt das in etwa: »Wir lassen uns nicht kaufen und auch nicht unterdrücken!«


Foto: Jairo Cajina / Consejo de Comunicación y Ciudadanía

 

Als europäischer Zuschauer hatte man den Eindruck, daß viele Menschen Nicaraguas große Hoffnungen in die neue Regierung setzen. Wir vom www.nicaraguaportal.de teilen diese Hoffnungen und wünschen, daß Daniel Ortegas Regierungszeit von Erfolg gekrönt sein wird.

 

München, den 20. Januar 2007
Dr. Danica Krunic und Dr. Horst Engler-Hamm