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»Notizen aus dem Consularischen Corps«

 

Lieber Leser,

an dieser Stelle möchte ich Sie mit einer Kolumne unterhalten, welche die Aktivitäten des Consularischen Corps zum Inhalt hat: Begegnungen, Veranstaltungen und anderes Wissenswertes um die Tätigkeit der Berufs- und Honorarkonsuln!

 

Wie wird man überhaupt Konsul? wird sich mancher fragen

In Bayern gibt es derzeit 109 Berufskonsulate und Honorarkonsulate. Berufskonsulate unterhalten meist jenen Länder, wo der Arbeitsaufwand durch die Größe und wirtschaftliche Bedeutung des Landes nicht mehr von einem ehrenamtlichen Konsul zu erbringen ist. Diese Berufs Konsuln werden von ihren Ländern bezahlt und sind meist gelernte Berufsdiplomaten. Der Honorarkonsul erhält im Gegensatz zu den Berufskonsuln kein Honorar, sein Titel ergibt sich aus der lateinischen Ableitung von "honoris" was so viel wie "ehrenhalber" heißt.

Wie wird man nun Konsul, wenn man dies ehrenhalber macht und nicht die Diplomatische Laufbahn gewählt hat? Ich selbst bin von Beruf Zahnarzt, und dieser Beruf wird mit meinem Sohn Daniel nun in 4. Generation ausgeübt. In dieser traditionellen Praxis wurden über Generationen nicht nur Bundeskanzler, Malerfürsten, Abgeordnete behandelt sondern auch Oberbürgermeister, Fernsehstars und Regisseure. So ergab es sich, dass ich einigen Tages von einem hochrangigen Politiker gefragt wurde, ob ich nicht Konsul von Nicaragua werden wolle. Das war 1979.

Allerdings ging es mir damals wie Ihnen, lieber Leser, vielleicht heute. Wo liegt denn Nicaragua fragte ich mich, leben da Weiße oder Schwarze? Was für eine Regierung gibt es da? Und wie ist es mit dem Tourismus bestellt?

In der Zwischenzeit habe ich Nicaragua mindestens einmal jährlich besucht, habe dort wunderbare Freunde gewonnen und freue mich täglich, für einen Kulturkreis tätig zu sein, von dem ich vor 25 Jahren noch keinen blassen Schimmer hatte. Diese Tätigkeit hat meinen Zahnarzt-Horizont erweitert.

Meine Tätigkeiten als Konsul betreffen die Betreuung von Gästen, Beantwortung von Anfragen zu Tourismus und Visa-Angelegenheiten, Sammlung von Geldern für Hilfsprojekte und natürlich die Repräsentation des Landes bei den Deutschen Behörden und der Regierung.

Lieber Leser, nun haben Sie einen kleinen Einblick in meine Tätigkeit genommen, und so werde Ich Ihnen ab Januar monatlich einen Bericht über das Leben im Consularischen Corps geben.

Wenn Sie eine Frage haben, schreiben Sie mir bitte an h.engler@konsulat-nicaragua.de - und wenn Sie sich für das wunderbare Reiseland Nicaragua interessieren, klicken Sie sich im www.nicaraguaportal.de durch den touristischen Teil. Viel Spaß dabei und Y ASTA LUEGO (bis bald)!!

Ihr Horst Engler

 

Erstveröffentlichung der Kolumne »Notizen aus dem Consularischen Corps« In: Isarbote.de