|
Am 10. Januar 2007 findet die feierliche Amtsübergabe von Staatspräsident Enrique Bolanos an Daniel Ortega in Managua statt. 10.000 Polizisten werden die Gäste aus aller Welt schützen. Angesagt haben sich 600 Journalisten und zahlreiche Staatsoberhäupter wie Hugo Chavez aus Venezuela sowie Evo Morales aus Bolivien. Die spanische Regierung entsendet zu den Feierlichkeiten das Mitglied des Königshauses, Felipe de Borbón, Prinz von Asturien, und den Staatssekretär für Lateinamerika, Trinidad Jiménez.
Ortega war im ersten Wahlgang mit erheblichem Vorsprung vor dem Zweitplazierten, Eduardo Montealegre, zum neuen Präsidenten gewählt worden. Die Wahl wurde von zahlreichen ausländischen Wahlbeobachtern als absolut demokratisch bezeichnet.
Damit hat Ortega sein Wahlziel erreicht, nach 16 Jahren neoliberaler Präsidenten, wieder Präsident von Nicaragua zu werden. Er folgt damit auf Violetta Chamorro, die Ortega bei der Wahl 1990 besiegte, gefolgt von Arnoldo Aleman und Enrique Bolanos als 4. demokratisch gewähler Präsident nach dem Sturz des Diktators Somoza im Jahr 1979.
München, den 17. Dezember 2006 Dr. Horst Engler
Letztes Update: 30. Dezember 2006
|