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Gioconda Belli

Biographisches

Gioconda Belli wurde 1948 in Managua geboren; sie studierte in Spanien und den USA.

Ab 1970 beteiligte sie sich am Widerstand der Sandinischten Befreiungsfront FSLN gegen die Somoza-Diktatur ihres Landes. Nach 1979 arbeitete sie vor allem in der politischen Bildung und als Kulturredakteurin. 1975 verließ sie Nicaragua und ging ins Exil; zunächst nach Mexico, dann nach Costa Rica. 1976 wurde sie von einem Gericht wegen subversiver Aktivitäten in Abwesenheit zu sieben Jahren Haft verurteilt. Im August 1978 kehrte sie mit ihren drei Kindern nach Nicaragua zurück, wo sie vor allem im Bereich der politischen Bildung tätig war.

Heute lebt Giconda Belli als Schriftstellerin in Managua und San Francisco/USA. Mit ihren Romanen und Gedichten gelangen ihr Welterfolge.

 

 

Wichtige Werke

Das Manuskript der Verführung

(Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2005, geb., 3-7795-0035-3)

»Das Leben der Schülerin Lucía verläuft streng und eintönig hinter den Mauern einer Klosterschule in Madrid, bis sich der Universitätsdozent Manuel in das Mädchen verliebt. Allzu ähnlich ist Lucía einer historischen Figur, die der Historiker mit Besessenheit erforscht: die unglückliche spanische Königin Johanna. Als „Johanna, die Wahnsinnige“ ist sie in die Geschichte eingegangen, jene Königin, die vor 500 Jahren wegen ihrer Intelligenz, legitimer Machtansprüche und leidenschaftlicher Eifersucht als junge Frau bis zu ihrem Tod eingesperrt wurde. Raffiniert komponiert Gioconda Belli ihre Geschichte, indem sie die Historie mit der Gegenwart verknüpft: Durch das psychologische Geschick ihres Liebhabers taucht das Mädchen Lucía in das Leben der faszinierenden Königin Johanna ein, erlebt noch einmal deren Liebe und Leidenschaft und beinahe auch deren Untergang am eigenen Leib.« (Klappentext)

 

Die Verteidigung des Glücks. Erinnerungen an Liebe und Krieg

(Carl Hanser Verlag, München 2001, ISBN 3446199764, Gebunden, 414 Seiten, 23,52 EUR)

»Gioconda Belli, eine der exemplarischen Frauenfiguren Lateinamerikas erzählt: wie sie sich am Widerstand der Sandinistischen Befreiungsfront gegen die Somoza-Diktatur Nicaraguas beteiligt, wie sie trotzdem ihre zwei Töchter großzieht und wie sie gleichzeitig mit ihren Gedichten Weltruhm erlangt. Die Schilderung eines Lebens zwischen Liebe, Widerstand und Revolution.« (Klappentext)

 

Waslala

(Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1996, 12.90 EUR, 444 Seiten, Gebunden, 3-87294-636-6)

»Der Roman der nicaraguanischen Autorin spielt im 21. Jahrhundert, in einer Welt, die sich verändert hat: der Norden hat die Grenzen zu den südlichen Ländern geschlossen. Im kleinen lateinamerikanischen Land Faguas strandet eine Flut aus Müll und Waffen, von Schmugglern, Abenteurern und Phantasten. Die junge Melisandra begibt sich mit dem Reporter Raphael auf die Suche nach ihren Eltern, die einst fortzogen, um den legendären Ort Waslala zu suchen, den zum Mythos gewordenen Mittelpunkt des nachrevolutionären friedlichen Lebens.« (Klappentext)

 

Bewohnte Frau

(Peter Hammer Verlag, Wuppertal 1988, 12.90 EUR, 320 Seiten, Gebunden, 3-87294-375-8)

Lavinia, eine attraktive junge Architektin, verliebt sich in Felipe und kommt in Kontakt mit der Widerstandsbewegung gegen das diktatorische Regime ihres Landes. Sie wird in eine Aktion verwickelt, die ihrem Leben eine dramatische Wende gibt.

 

Weitere Werke

Feuerwerk in meinem Hafen (1997)
In der Farbe des Morgens (1992)
Zauber gegen die Kälte (1992)
Tochter des Vulkans (1990) Wenn du mich lieben willst (1988)
Die Werkstatt der Schmetterlinge
Feuerwerk in meinem Hafen; (Apogeo
Ich bin Sehnsucht, verkleidet als Frau
Zauber gegen die Kälte (Sortilegio contra el Frio»)